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Verlagerung der Gesundheitsversorgung |
Mittlerweile gibt es 666 MVZ in Deutschland - nur 3 Monate früher waren es noch 562. Der Anstieg um um fast 20 Prozent bezeichnet eine Entwicklung, deren Ausgang für den fachkundigen Beobachter schon jetzt klar sein dürfte. Unser Gesetzgeber will eine Reduktion der stationären Krankenhausbetten und ist hier jederzeit findig und aktiv, um dieses Ziel auch zu erreichen. Wir erkennen das an periodisch sich ändernden Abrechnungsmodalitäten und neuer Gesundheitsreformen. Natürlich ist eine ambulante Behandlung günstiger als eine stationäre Versorgung.Die MVZ werden weiter ansteigen bis irgendwann einmal die Politik den dann damit verbundenen hohen finanziellen Aufwand nicht mehr tragen will und die aktuelle Subventionierung dieser Behandlungsform unattraktiver gestalten wird. Dann werden wir vom Sterben der MVZ sprechen, so wie jetzt die Schwarzmaler das von den Krankenhäusern tun. Geschichte wiederholt sich nunmal immer und immer wieder..... Letzliches Ergebnis wird leider der einzelne Patient ausbaden. Letztlich werden wir dann eine reduzierte Versorgung vorfinden, die dann wahrscheinlich auch in einem höheren Maße privat geführt werden wird und in ihrem Qualitätsanspruch durch betriebswirtschaftliche Rahmenbedingungen gesteuert werden wird. Ein Ausweg aus dieser Misere sehe ich nur darin, dass in unserer Gesellschaft ein Umdenken stattfindet und wir die Kosten für unsere Gesundheitsversorgung gerne tragen. Die heuchlerischen Aussagen unserer politischen Klasse, das eine Kostenreduktion mit Qualitätssteigerungen möglich sind, müssen weg. Eine hohe Gesundheitsversorgung kostet Geld !! Und bedingt ordentliche Gehälter und somit Anreize für die Menschen, die dann wiederum für den Patienten da sein sollen - Ärzte und Pflegekräfte. Es ist doch interessant, dass speziell die eben genannten Berufsgruppen in anderen europäischen Ländern, egal ob Schweiz und Österreich oder in Skandinavien, deutlich mehr Geld verdienen. Die gleichen Länder haben übrigens vor uns auch mal gemeint, mann müsste Geld im Gesundheitswesen sparen, nur halt einige Zeit vor uns .... Hubert Friedl 24/03/07 | |
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